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Etappe des Jakobswegs

Von Alicante nach Novelda

Von Alicante Nach Novelda

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Startpunkt

Alicante

Ziel

Novelda

Entfernung

30.00 km

Dauer

7.50 h

Schwierigkeit

Mittel

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Die erste Etappe des Camino del Sureste, jene, die sich vom Meer verabschiedet und den langen Vinalopó-Korridor ins Landesinnere öffnet. Der Abschied von Alicante lässt die Konkathedrale San Nicolás und die Silhouette der Burg Santa Bárbara auf dem Benacantil zurück, und bald weicht der städtische Asphalt den Mandelhainen, Weinbergen und Trockenfeldern, die schon die Meseta ankündigen. Das Profil ist lang, aber gutmütig: ein stetiger Anstieg ohne harte Rampen, der auf dreißig Kilometern gut zweihundert Höhenmeter gewinnt. Auf halbem Weg erscheint das Franziskanerheiligtum von Orito, eines der großen Jakobsziele der Provinz, kurz darauf Monforte del Cid mit seiner Erscheinungskapelle. Die Etappe endet in Novelda, Marmorstadt des mittleren Vinalopó, überragt von der Burg La Mola und dem modernistischen Heiligtum Santa María Magdalena.
Der Camino del Sureste beginnt in Alicante am Mittelmeer und wird das Meer auf seinen mehr als tausend Kilometern nicht wiedersehen. Die erste Etappe führt rund dreißig Kilometer nach Novelda und wirkt wie ein langer Übergang: An einem einzigen Tag wechselt der Pilger von der Küste zu den Trockenfeldern des Vinalopó und gewinnt fast unmerklich die zweihundertvierzig Höhenmeter, die den Hafen von der Marmorstadt trennen.

Der Aufbruch erfolgt in der Altstadt, neben der Konkathedrale San Nicolás de Bari, mit der Burg Santa Bárbara auf dem Berg Benacantil als letzter städtischer Ansichtskarte. Die Route verlässt die Stadt durch die westlichen Viertel und durchquert die Industrie- und Universitätsperipherie, bis sie freies Feld erreicht. Das ist der undankbarste Abschnitt des Tages; man erledigt ihn besser früh, bevor die Sonne brennt, denn danach öffnet sich die Landschaft und bleibt offen.

Das Herz der Etappe ist Orito, ein kleiner Weiler von Monforte del Cid, dessen Franziskanerkloster das Andenken an den heiligen Paschalis Baylón bewahrt und seit Jahrhunderten Wanderer und Pilger aufnimmt. Der sogenannte Senda del Santo führt hinab zum Heiligtum und bringt den Pilger zurück auf die Hauptroute, die an der Erscheinungskapelle vorbei nach Monforte del Cid weiterführt. Ringsum zeichnen Mandel, Rebe und Olive das für den Vinalopó typische Agrarmosaik.

Die letzten Kilometer verlaufen zwischen Steinbrüchen und Marmorwerkstätten, jener Industrie, die dieser Comarca Namen und Wohlstand gegeben hat, bevor es über die Flussebene nach Novelda hineingeht. Der Ort verdient mehr als eine Durchgangsnacht: Auf dem Hügel stehen nebeneinander die Burg La Mola mit ihrem seltenen dreieckigen Turm und das Heiligtum Santa María Magdalena, ein modernistisches Werk gaudíscher Prägung aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Im Ortskern bewahrt das Modernistische Haus-Museum vollständig das Interieur eines Bürgerhauses aus der Zeit von Safran und Tafeltrauben. Novelda bietet dem Pilger alle Dienstleistungen und eine gute Küche, bevor der Anstieg zum oberen Vinalopó beginnt.

Letzte Aktualisierung: 17/08/2026

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