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Etappe des Jakobswegs

Von Herradón de Pinares nach Ávila

Von Herradón de Pinares Nach Ávila

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Ziel

Ávila

Entfernung

21.50 km

Dauer

5.38 h

Schwierigkeit

Mittel

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Gebirgsdurchquerung von gut einundzwanzig Kilometern, die die Kiefernwälder des Herradón-Tals mit der Stadtmauer von Ávila verbindet. Das Profil ist wellig und bleibt stets über elfhundert Metern, zwischen Granitblöcken, mit Trockenmauern eingefassten Mähwiesen und Beständen von Seekiefern. Tornadizos de Ávila markiert die Hälfte und den Übergang zur Rumpffläche von Ávila. Von dort öffnet sich der Horizont, und bei guter Sicht erscheint im Süden die Sierra de Gredos, während sich voraus bereits die Mauer abzeichnet. Der Einzug nach Ávila, mit seinen achtundachtzig Granittürmen rund um die Altstadt, gehört zu den Höhepunkten des gesamten Camino del Sureste.
Die Etappe nach Ávila führt gut einundzwanzig Kilometer durch Mittelgebirgsgelände, mit kurzen Anstiegen und Abstiegen, die nie einen Pass ergeben, aber merklich zehren. Der gesamte Verlauf bewegt sich zwischen 1.120 und 1.290 Metern, in einem der höchsten und kühlsten Abschnitte der Route: Selbst im späten Frühjahr bricht man besser warm angezogen auf.

Herradón de Pinares bleibt rasch zurück, und der Weg taucht in eine für diese Seite der Sierra sehr typische Landschaft ein: Granitkugeln und -platten, die aus der Weide ragen, von Trockenmauern begrenzte Mähwiesen, niedrige Eichenwälder und Flecken von Seekiefern. Es ist Viehland, und nicht selten begegnet man schwarzen Avileña-Rindern iberischer Rasse, die neben dem Pfad grasen.

Tornadizos de Ávila erscheint etwa zur Tagesmitte und ist der einzige Ort mit Versorgung auf der Strecke, ein guter Platz für eine lange Rast. Von dort verlässt der Weg endgültig das geschlossene Relief der Sierra und tritt auf die Rumpffläche von Ávila hinaus: Das Gelände wird flach, die Kiefernwälder ziehen sich zurück und der Horizont weitet sich. An klaren Tagen zeichnet sich im Süden die Gipfellinie der Gredos ab, und voraus beginnt allmählich das Profil der Stadt hervorzutreten.

Die Schlussannäherung an Ávila erfolgt von Osten. Die ab dem 11. Jahrhundert errichtete Mauer mit achtundachtzig Türmen und neun Toren ist der besterhaltene mittelalterliche Mauerring Europas und rechtfertigt den Aufenthalt für sich allein. Innen warten die Kathedrale El Salvador, deren Apsis als Wehrturm in die Mauer selbst eingebunden ist, die romanische Basilika San Vicente, das über dem Geburtshaus der Heiligen errichtete Kloster Santa Teresa sowie die Klöster und Paläste, die die Altstadt füllen. Ávila, seit 1985 Weltkulturerbe, bietet dem Pilger zudem jede Versorgung, bevor es hinab in das flache Land der Moraña geht.

Letzte Aktualisierung: 17/08/2026

Wo übernachten

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