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Etappe des Jakobswegs

Etappe Pisa - Livorno

Von Pisa Nach Livorno

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Startpunkt

Pisa

Ziel

Livorno

Entfernung

35.90 km

Dauer

9.00 h

Schwierigkeit

Mittel

Anstieg

55 m

Abstieg

56 m

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Sechste und letzte Etappe des Cammino di San Jacopo und die längste der Route: 36 vollkommen flache Kilometer zwischen Pisa und dem Meer. Der Weg verlässt die Stadt über die Lungarni und durch die Porta a Mare, tritt ins offene Land hinaus und erreicht die Basilika San Piero a Grado, errichtet dort, wo die Überlieferung die Landung des Apostels Petrus ansetzt. Von dort folgt er dem Canale dei Navicelli und tritt in den Küstenpinienwald ein, der bis Tirrenia und Calambrone durchgehend Schatten spendet, und durchquert die Tenuta di Tombolo, ein einstiges großherzogliches Jagdgut. Ziel ist die Kirche San Jacopo in Acquaviva in Livorno: Von ihrer Bucht aus schifften sich die Pilger ein, die die Reise nach Compostela zur See antraten. Flach, aber wegen der Distanz anspruchsvoll; viele teilen sie mit einer Nacht in Tirrenia.
Die Etappe, die den Cammino di San Jacopo beschließt, führt über 35,9 Kilometer von Pisa nach Livorno, praktisch auf Meereshöhe. Sie hat weder technische Schwierigkeiten noch nennenswerte Steigungen, doch ihre Länge macht sie zum härtesten Tag des Weges: Üblicherweise wird sie in zwei geteilt, mit einer Nacht in Tirrenia, etwa nach zwei Dritteln der Strecke.

Der Ausgang aus Pisa führt über die Lungarni, die von Palästen und Kirchen gesäumten Ufer des Arno, und durch die Porta a Mare, jenes Tor, das die Stadt historisch zur Küste hin öffnete. Nach wenigen Kilometern löst sich das Stadtgefüge in offenes Land auf.

Erster großer Fixpunkt ist die Basilika San Piero a Grado, eine romanische Kirche mit drei Apsiden, allein zwischen den Feldern. Die Überlieferung verortet hier die Landung des heiligen Petrus auf dem Weg nach Rom, an einem Punkt, der damals die Arno-Mündung war und heute durch das Vorrücken der Küste im Landesinneren liegt. Im Inneren ist ein Freskenzyklus des 14. Jahrhunderts mit der Papstgeschichte erhalten.

Ab der Basilika begleitet der Weg den Canale dei Navicelli, die Wasserstraße, die seit dem 16. Jahrhundert Pisa mit dem Hafen von Livorno verbindet, und tritt in den Küstenpinienwald ein, das Erbe der medicäischen und lothringischen Aufforstungen. Der Schirmpinienwald bietet durchgehend Schatten und weichen Boden bis Tirrenia, einem Badeort der dreißiger Jahre mit langem Strand und guter Infrastruktur, und weiter bis Calambrone, dessen rationalistische Seebadkolonien ein eigentümliches Ensemble am Meer bilden.

Der Schlussabschnitt durchquert die Tenuta di Tombolo, Jagdrevier der Medici und der Lothringer und heute Teil des Parco Naturale di Migliarino, San Rossore e Massaciuccoli, mit Pinien, Dünen und Feuchtgebieten bis zur Provinzgrenze. Nach Livorno gelangt man durch die nördlichen Viertel, und die Route sucht so früh wie möglich die Strandpromenade, mit Blick auf das offene Meer und der Terrazza Mascagni sowie der Fortezza Vecchia als Orientierungspunkten.

Das Ziel ist die Kirche San Jacopo in Acquaviva in der gleichnamigen Bucht, seit dem Mittelalter dem Apostel Jakobus geweiht. Von dieser Stelle der Küste schifften sich jene Pilger ein, die die Überfahrt nach Compostela lieber zur See machten, was die Kirche zum natürlichen Ende des Weges macht. Livorno, eine medicäische Gründung, macht das Fehlen alter Monumente mit dem Kanalviertel Venezia Nuova, einer bemerkenswerten Markthalle und einer Fischküche wett, deren Aushängeschild der Cacciucco ist.

Letzte Aktualisierung: 28/08/2026

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