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Etappe des Jakobswegs

Von Ventas de Narón nach Palas de Rei

Von Ventas de Narón Nach Palas de Rei

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Startpunkt

Ventas de Narón

Entfernung

11.60 km

Dauer

3.00 h

Schwierigkeit

Media

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Kurze, bequeme Etappe von etwas mehr als elf Kilometern, die den kleinen Weiler Ventas de Narón mit Palas de Rei, dem Hauptort der Comarca, verbindet. Der Camino erklimmt zunächst die Sierra de Ligonde bis zum Alto do Rosario, einem der letzten hohen Aussichtspunkte vor Santiago, von dem aus man an klaren Tagen die Berge des galicischen Höhenzugs erahnen kann. Von dort wechseln sich auf der Route sanfte Anstiege und Abstiege durch Dörfer voller jakobäischer Geschichte ab —Ligonde, Airexe, Portos— gesäumt von Cruceiros (Steinkreuzen) und ländlichen Kirchen. Der letzte Abschnitt fällt stetig nach Palas de Rei ab, einst Sitz der Suebenkönige und Knotenpunkt für Pilger, die sich darauf vorbereiten, am nächsten Tag das Land von Melide zu betreten.
Dieser Tag von etwas mehr als elf Kilometern verbindet Ventas de Narón mit Palas de Rei und eignet sich ideal, um das vorletzte Drittel des Französischen Weges in kurze Etappen aufzuteilen. Mit welligem Profil beginnt er mit einem mäßigen Anstieg und löst sich danach in einem langen, gut zu bewältigenden Abstieg ohne technische Schwierigkeiten durch das authentischste ländliche Galicien auf.

Von Ventas de Narón steigt der Pfad zur Sierra de Ligonde an und krönt den Alto do Rosario auf etwa siebenhundertzwanzig Metern Höhe. Dies ist einer der letzten bedeutenden Anstiege des Camino und der Überlieferung nach der Punkt, von dem aus die alten Pilger zum ersten Mal am Horizont die Berge erblickten, die Santiago ankündigen. Das Panorama über die umliegenden Täler belohnt die Mühe des Anstiegs.

Nach der Höhe steigt der Camino nach Ligonde hinab, einem Dorf mit langer Geschichte der Gastfreundschaft, das einst einen Pilgerfriedhof und ein Haus des Malteserordens besaß. Es folgen Airexe mit seiner schlichten romanischen Kirche Santiago sowie die Weiler Portos und Lestedo, wo Cruceiros und traditionelle Steinbauten zahlreich sind. Die Route wechselt zwischen Pistenabschnitten entlang der Straße und ruhigen Hohlwegen durch Eichenwälder.

Der letzte Abschnitt fällt stetig nach Palas de Rei ab, dessen Name der Legende nach an den Westgotenkönig Witiza erinnert, der hier einen Palast gehabt haben soll. Der Ort, heute Gemeindehauptstadt und belebter Treffpunkt für Pilger, bewahrt die romanische Kirche San Tirso und eine lebhafte Atmosphäre rund um seine Herbergen und Gasthäuser. Außerdem ist es der Ort, an dem traditionell der Sprung nach Melide beginnt, das für seine Pulperías (Tintenfischlokale) berühmt ist.

Letzte Aktualisierung: 25/06/2026

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