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Etappe des Jakobswegs

Etappe Fuente-Álamo nach Higueruela

Von Fuente-Álamo Nach Higueruela

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Startpunkt

Fuente-Álamo

Ziel

Higueruela

Entfernung

36.50 km

Dauer

8.50 h

Schwierigkeit

Schwer

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Ein Tag reiner Steppe, der die Hochebene von Albacete von Süden nach Norden erklimmt, von den Weinbergen Fuente-Álamos bis zu den windigen Ebenen von Higueruela auf bereits tausend Metern Höhe. Der Weg führt am Weiler Las Anorias vorbei und umrundet die Salzlagune von Pétrola, ein abflussloses Feuchtgebiet, in dem im Frühjahr Flamingos brüten — eines der überraschendsten Bilder des gesamten Camino del Sureste. Von Pétrola aus steigt die Route auf Getreidewegen sanft und stetig bis Higueruela an, einem von modernen Windparks gekrönten Bauerndorf. Eine lange, einsame Etappe ohne Schatten und mit offenen Horizonten, auf der die Stille der Ebene und die Vögel der Lagune die einzigen Reisegefährten sind.
Zwischen Fuente-Álamo und Higueruela liegen rund 36 Kilometer menschenleerer Hochebene — einer der einsamsten Tage des manchegischen Abschnitts des Camino del Sureste. Das Profil ist sanft, man wandert stets zwischen 840 und 1.000 Metern, doch die Länge und das Fehlen von Versorgungspunkten verlangen einen gut gefüllten Rucksack.

Man verlässt Fuente-Álamo nach Norden, zwischen Reben und Mandelbäumen, auf Feldwegen zum Weiler Las Anorias, einer kleinen Getreidesiedlung auf halbem Weg nach Pétrola. Es ist der einzige bewohnte Ort im ersten Drittel des Tages, umgeben von Ebenen, die im Sommer golden werden und im Winter von kaltem Wind gepeitscht sind.

Das große Naturhighlight der Etappe erscheint bei der Annäherung an Pétrola: seine Salzlagune, ein geschütztes abflussloses Feuchtgebiet und einer der wichtigsten Brutplätze des Rosaflamingos im Binnenland der Halbinsel. Sie über dem seichten Wasser auffliegen zu sehen, mit der manchegischen Steppe im Hintergrund, ist ein Anblick, den wenige Pilger so weit vom Meer erwarten.

Von Pétrola führt der Weg weiter nach Norden über Wege zwischen Feldern, fast unmerklich ansteigend bis zur weiten Hochfläche von Higueruela. Die Windräder auf den Hügeln — hier entstand einer der ersten großen Windparks Spaniens — kündigen die Ankunft an, lange bevor das Dorf in Sicht kommt.

Higueruela, auf über tausend Metern, ist ein ruhiges Bauern- und Viehzüchterdorf mit der Kirche Santa Quiteria als wichtigstem Bezugspunkt. In seiner Gemarkung mündet die Trasse des Camino de Levante ein, sodass der Pilger bereits auf dem Weg schläft, der über Chinchilla de Montearagón nach Albacete führt.

Letzte Aktualisierung: 24/08/2026

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