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Etappe des Jakobswegs

Jerez de la Frontera - El Cuervo de Sevilla

Von Jerez de la Frontera Nach El Cuervo de Sevilla

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Entfernung

28.10 km

Dauer

9.37 h

Schwierigkeit

Leicht

Anstieg

86 m

Abstieg

82 m

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Etappe der Vía Augusta in der Provinz Cádiz entlang des alten römischen Verlaufs der Via Heraclea. Die rund 28 km verbinden Jerez de la Frontera — Hauptstadt des Sherrys mit seinen jahrhundertealten Bodegas und der Schule der Reitkunst — mit El Cuervo de Sevilla durch das Umland von Jerez: Albariza-Weinberge, Gestüte und Gehöfte. Eine flache Etappe, ideal für ein entspanntes Gehen im Duft der Bodegas.
Die gut achtundzwanzig Kilometer zwischen Jerez de la Frontera und El Cuervo de Sevilla durchqueren von Süden nach Norden das Umland von Jerez entlang des Korridors der alten Römerstraße. Das Profil ist nahezu flach — die Summe der Anstiege und Abstiege erreicht in keiner Richtung hundert Meter —, doch der Tag ist lang und verläuft fast vollständig im Freien, ohne Schatten und ohne verlässliche Brunnen, weshalb ein früher Aufbruch ratsam ist.

Der Ausgang aus Jerez lässt die Altstadt und die umliegenden Bodegas hinter sich und führt unmittelbar ins Freie. Die ersten Kilometer verlaufen zwischen Reben auf Albariza, dem weißen Kalkboden, der den Marco de Jerez prägt, im Wechsel mit Gestüten und weiß gekalkten Gehöften. Etwa bei Kilometer sieben erreicht der Weg Guadalcacín, das größte der Kolonisationsdörfer im Gemeindegebiet von Jerez.

Hinter Guadalcacín weicht der Weinbau nach und nach Getreide und Sonnenblumen. Die Route folgt breiten, gut ausgebauten Feldwegen, die kilometerlang schnurgerade verlaufen, durch eine Landschaft sanfter Hügel und sehr weiter Horizonte. Etwa auf halber Strecke passiert man Nueva Jarilla, ein weiteres Kolonisationsdorf aus den fünfziger Jahren und der letzte Ort mit Versorgung vor dem Ziel.

Der Schlussabschnitt fällt kaum merklich zum Rand der Marschen des Guadalquivir ab. Das Gelände wird flacher und feuchter, Bewässerungskanäle erscheinen, und der lehmige Untergrund kann nach Regen schlammig werden. Es ist der eintönigste und zugleich einsamste Teil des Tages.

El Cuervo de Sevilla beschließt die Etappe und markiert den Übergang von der Provinz Cádiz in die von Sevilla. Es ist ein junger Ort, der sich Ende des 20. Jahrhunderts von Lebrija abspaltete, entlang der alten Nationalstraße gewachsen und modern und funktional angelegt. Er besitzt kein großes Erbe, bietet aber alle Dienstleistungen, die der Pilger braucht, und ist der natürliche Ort zum Übernachten, bevor es weiter nach Lebrija und Las Cabezas geht.

Letzte Aktualisierung: 10/08/2026

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