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Etappe des Jakobswegs

Etappe Lucca - Pisa

Von Lucca Nach Pisa

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Startpunkt

Lucca

Ziel

Pisa

Entfernung

28.60 km

Dauer

7.00 h

Schwierigkeit

Leicht

Anstieg

160 m

Abstieg

175 m

Etappe des Jakobswegs

Etappenbeschreibung

Ein langer, aber gut zu bewältigender Tag, der zwei historische Städte der Toskana entlang der Flanke des Monte Pisano verbindet. Der Weg verlässt Lucca durch das Villen- und Pfarrkirchenland westlich der Mauern und zieht das Serchio-Tal hinauf, das Massiv stets zur Linken. Pflichtstation ist Ripafratta, eine enge Klamm zwischen Berg und Fluss, wo die Rocca di San Faustino die jahrhundertealte Grenze zwischen Lucca und Pisa bewachte. Hinter dem Engpass senkt sich die Route eben über die Pisaner Ebene, führt in die Stadt und mündet auf der Piazza dei Miracoli. Der Anstieg ist mäßig und auf die Flanken des Monte Pisano beschränkt; der Rest ist leichtes Gelände am Fluss.
Die fünfte Etappe führt über 28,6 Kilometer von Lucca nach Pisa durch den natürlichen Korridor des Serchio. Der Anstieg ist gering und verteilt sich auf die Rampen an der Flanke des Monte Pisano, sodass die eigentliche Schwierigkeit in der Distanz und nicht im Gelände liegt.

Der Ausgang aus Lucca durchquert das ländliche Bild rings um die Stadt, ein Mosaik aus Villen mit ihren Parks, Stampflehmmauern, romanischen Pieven und Ackerland, das sich über Jahrhunderte kaum verändert hat. Der Weg zieht westwärts und gewinnt allmählich Höhe über dem Talgrund.

Danach folgt die Route den südlichen Flanken des Monte Pisano, jenes Massivs, das die beiden Becken trennt und das im ganzen Mittelalter die Grenze zwischen zwei verfeindeten Republiken markierte. Der Aufstieg bietet Blicke über das Tal und über die terrassierten Olivenhaine, die den Berg bedecken.

Der Schlüsselpunkt des Tages ist Ripafratta, wo sich der Serchio zwischen Berg und Hügel einzwängt. Die Rocca di San Faustino beherrscht die Engstelle: Wer diesen Durchlass hielt, hielt den Verkehr zwischen Lucca und Pisa, weshalb die Festung immer wieder den Besitzer wechselte. Es ist der fotogenste Ort der Etappe.

Hinter der Klamm steigt der Weg in die Pisaner Ebene ab und verläuft mühelos zwischen Bewässerungsgräben und Feldern bis an den Stadtrand. Der Einzug gipfelt auf der Piazza dei Miracoli, mit Dom, Baptisterium, Camposanto und dem schiefen Turm auf dem Rasen: eines der bekanntesten Monumentalensembles der Welt und ein Etappenziel, das schwer zu übertreffen ist.

Der Abschnitt zwischen Lucca und Ripafratta führt an mehreren romanischen Pieven vorbei und durch kleine ländliche Orte mit Brunnen und Bar, sodass die Verpflegung in der ersten Hälfte kein Problem ist. Die zweite, schon in der Pisaner Ebene, ist eintöniger und der Sonne ausgesetzt, mit wenig Schatten zwischen den Feldern: Ab der Serchio-Klamm genügend Wasser mitnehmen und Kräfte für die letzten Asphaltkilometer am Stadtrand von Pisa sparen.

Letzte Aktualisierung: 28/08/2026

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